Zeltlager 2007 in Homberg/Ohm

 

The same procedure as every year? Vielleicht! Doch wer letztes Jahr dabei war, wird wissen, dass es sich auch dieses und nächstes mal wieder lohnt, das Zelt zu schnappen, den Rucksack mit Kleidung für jedes Wetter zu packen, den Schlafsack unter den Arm zu klemmen und morgens in den Bus am Usa Wellenbad in Richtung J-GCL Zeltlager zu steigen, weil wieder einmal eine unvergessliche Zeit bevorsteht, die man niemals missen möchte.

In diesem Jahr führte uns der Weg nach Nordhessen in die Ortschaft Homberg Ohm. Der Wetterbericht meldete im Vorfeld Regen, was der Aufbruchstimmung jedoch keinerlei Abbruch tat, da sich alle auf das unvergleichliche Gemeinschaftserlebnis freuten. Das diesjährige Thema war „Die 7 (W)Zeltwunder“ und so stand jeder Tag unter dem Motto eines anderen Weltwunders. Auch die täglichen Abend- und Morgenimpulse wurden thematisch an diesen Themen und dem Tagesprogramm orientiert. Am Zeltplatz angekommen, auf welchem das Vorbereitungsteam zuvor schon alles Nötige vorbereitet hatte, ging es nun an den Aufbau der Zelte. Unsere gut gelaunte EMI Sabine Hübner sagte dazu: „Etwas chaotisch wie immer, aber es sind coole Kinder dabei!“. Nachdem sowohl die Kinder als auch die Leiter ihre Unterkunft für die nächsten sieben und teilweise vierzehn Nächte aufgebaut hatten, das Banner am Mast gehisst war und die ersten Bekanntschaften geschlossen, sowie alten Freundschaften wieder aufgefrischt wurden, ging es daran den Kindern die Regeln zu erklären. Anschließend wurden in kleinen Gruppen Kennenlernspiele gespielt, einige Leiter bauten währenddessen das neu angeschaffte Großzelt auf, in welchem in den kommenden zwei Wochen bei Regen gegessen werden konnte.

Unsere grandiosen Feuerminister Stephan, Bernhard und Marcel trugen mit einem wunderbaren Lagerfeuer an diesem, wie auch an den folgenden Abenden zu einer grandiosen Stimmung für den Lagerfeuerabend bei. Mit dem Abendimplus endete so auch der erste Tag erfolgreich mit schönen Liedern, zu denen Hauke Gitarre spielte. Doch nicht für die Nachtwachen, diese hatten schließlich noch den Platz und das Banner zu bewachen. Nach einer für viele zu kurzen Nacht ging es dann morgens zum Frühstück. Im weiteren Verlauf des Tages wurden spaßige Geländespiele veranstaltet und der am Abend stattfindende Gottesdienst vorbereitet. Dieser hatte, natürlich passend zum Thema, Wunder als Hauptthema. In verschiedenen Stationen wurde der Gottesdienst auf dem Weg zu Homberg Ohms Kirche inhaltlich gefüllt durch Anspiele und Reflektion über Wunder im Alltag. Nach dem wunderbaren Gottesdienst, der allen Kindern viel Freude bereitete, ging es zurück auf den Platz.

Montags ging es zurück in die Zivilisation. Der Tagesausflug nach Marburg stand auf dem Programm. Dort wurde eine Stadtralley gemacht, sowie eine Führung durch die Kasematten. Des Weiteren stand den Kindern Freizeit in der Stadt zur Verfügung. Unser, die ganze Woche wunderbar gelaunter, Emi Thomas Korfmann kommentierte den Ausflug mit „Ich bin ganz begeistert, das war einfach prächtig“. Auch dieser Tag endete mit einem schönen Lagerfeuerabend.Auch am Dienstag herrschte wie jedes Jahr wieder Aufbruchstimmung bei den 7. und 8. Klässlern. Sie bereiteten sich auf die Zwei Tages Tour vor. Zuvor gab es eine gute Stärkung für alle, beim von der Küche genial gestalteten Brunch. Für die 5. und 6. Klässler gab es nach dem Brunch eine Wunderolympiade, bei der zu jedem Wunder ein Spiel zu meistern war. Eine Vielzahl der Zweitagestouren mussten leider aufgrund des starken Gewitteregens ihre Touren abbrechen und kehrten traurig und vollkommen durchnässt auf den Platz zurück.

In der zweiten Woche war das Wetter glücklicherweise gnadevoller mit uns. Für die Zurückgebliebenen gab es am Abend eine Nachtwanderung.Der Besuch einer Bäckerei und eines Bauernhofes stand am Mittwoch für die 5. und 6. Klässler auf dem Programm. Dort hatten sie die Möglichkeit selbst Brot zu backen. Außerdem wurden sie wunderbar mit Pizza und anderen Leckereien, wie frischer Milch und Joghurts, versorgt. Ein sehr schöner Ausflug – die durch das Wetter am Vortag leicht getrübte Stimmung besserte sich merklich. Mittags gab es auf dem Zeltplatz für die Kinder Zeit zum Ausruhen. Am Abend gab es einen Grillabend, welchem mit wunderbaren Salaten der Küche die Krone aufgesetzt wurde. Der Donnerstag Vormittag wurde mit Workshops verbracht. Vom Model-Foto-Workshop, über einen Hütten-Bau-Workshop, einen Staudamm-Bau-Workshop bis hin zu einem Aerobic-Workshop und weiteren Angeboten gab es viel Auswahl für die Kinder. Am Nachmittag gab es dann Kooperationsspiele, bei denen zum Beispiel in Kleingruppen ohne miteinander zu sprechen Bauteile für eine große Pyramide hergestellt werden mussten, die am Ende ineinander passen sollten. Am Abend gab es beim Lagerfeuerabend noch Schokobananen.

Am letzten kompletten Tag, dem Freitag, gab es einen Besuch im Schwimmbad und es wurde das allseits beliebte Tauschspiel gespielt. Außerdem wurde der Bunte Abend vorbereitet. Dieser bildete dann auch einen gelungenen Abschluss für die wunderbare Woche. Die alljährliche Mister und Misses Zeltlagerwahl, die Nachrichten mit anschließendem Wetterbericht und der Unterhaltungssendung „Wetten dass?“, sowie das ZeLa-Lied bereiteten allen viel Freude. Danach gab es das traditionell besonders große Lagerfeuer und einen langen Lagerfeuerabend mit Abschluss-Impuls und der Lied-Version von Dietrich Bonhoeffers „Von Guten Mächten treu und still umgeben“.

Am Samstag ging es dann daran, alles wieder einzupacken, den Platz aufzuräumen, alles zu putzen und in die Heimat abzureisen. Alles in allem waren es wieder zwei sehr schöne Wochen, welche allen große Freude und unvergessliche Erlebnisse brachten. Es bildete sich eine Gemeinschaft, in der jeder früher oder später wusste, was das „J-GCL Feeling“ ist. Der Kommentar eines Teilnehmers vorm Einsteigen in den Bus war: „Ich fands affengeil“. Vielen Dank an dieser Stelle an die Vielzahl unserer ehrenamtlichen Gruppenleiter die tatkräftig zum guten Ablauf des Lagers beigetragen haben, an die fast immer braven, netten und begeisterten Teilnehmer und last but not least an unsere Erwachsenen Mitarbeiter. Bis zum nächsten Jahr.

 

 
 

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