Zeltlager 2004 in Nieheim

 

 
„In 7 Tagen um die Welt“ und trotzdem jede Nacht im Zelt

 

Eine Reise rund um die Welt in nur sieben Tagen. In 80 Tagen vielleicht, aber in 7? J-GCL macht’s möglich! Als sich am Samstagmorgen etwa gegen 11 Uhr zwei Busse vom Parkplatz des USA Wellenbades in Richtung Nieheim bei Paderborn in Bewegung setzten wussten die wenigsten Teilnehmer des Zeltlagers aus den Klassen 5-8, dass sie sich nicht einfach nur nach Nordrein-Westfalen begeben, sondern auf eine Reise rund um den Globus. Tagsüber bereisten sie in ihrer Fantasie China, Israel, Griechenland, Ägypten, Frankreich, USA und Brasilien doch nach dem Abendimpuls gingen alle müde und mehr oder weniger ruhig in ihre Zelte, die immer noch auf dem Zeltplatz in Nieheim standen.

Der Regen, der den Zeltplatz ziemlich schnell in eine Schlammlagune verwandelte, machte den Teilnehmern nicht nur am ersten Tag, sondern die ganze Woche zu schaffen. Zu ihrem Glück war über den Sanitäranlagen ein großer Raum eingerichtet in dem alle Platz hatten um sich vor dem ein oder anderen Gewitter zu schützen, Gottesdienste zu feiern oder sich manchmal auch einfach ein bisschen auszuruhen.

Nach Ruhe und Frieden sehnten sich im Anschluss sicher auch ein paar (wenn nicht sogar alle) der ca. 25 Leiter, denn über 80 Kinder je Woche zu hüten ist nicht einfach, trotz des voll durchorganisierten Programms. Denn neben Workshops, Lagerfeuerabenden und diversen Spielen (Kooperationsspiele, Geländespiele) war natürlich die traditionelle, nicht mehr wegzudenkende 2Tages Tour für die 7 und 8 Klässler geplant. Diese fiel für die hochmotivierten Schüler der 1. Woche allerdings sprichwörtlich ins Wasser. D.h. Alle waren nach dem ersten Kilometer nass bis auf die Knochen, sodass die Leiter sich gezwungen sahen, die Tour abzubrechen und alle rund 40 Kinder auf Kleinbusse und Pkws zu verteilen und zu der Scheune, in der sie übernachten sollten zu fahren. Zurück sind dann natürlich alle gewandert. Genau wie die Teilnehmer der 2. Woche an beiden Tagen. Während die Älteren sich durch den Westälischen Dschungel kämpften, beladen mit schwerem Gepäck und behindert durch vereinzelte Matschpfützen, vergnügten sich die 5 und 6 Klässler nachmittags im Freizeitpark, besuchten am nächsten Tag die Käserei und stellten im Anschluss ihr Wissen über Nieheim bei einer spannenden Stadtrallye unter Beweis.

Außerdem stand ein Funturnier, mit lustigen Spielen wie zum Beispiel 3Bein Lauf, Eierlauf, Wettsingen, Hindernislauf, Sportquiz, Torschießen mit verbunden Augen etc. auf dem Plan. Der Partnerabend wurde dieses Jahr durch den Familienabend ersetzt. Die Familienmitglieder wurden ausgelost und so saßen Mutter, Vater, Tochter, Bruder, Tante, Onkel und Großeltern, die sich davor vielleicht noch nie miteinander unterhalten hatten, an diesem Abend zusammen und kämpften sich im Anschluss mit großartigem Teamwork durch einige Aufgaben wobei in jeder Runde Familien ausschieden, bis nur noch 2 übrig waren.

Der Tagesausflug ging dieses Jahr nach Paderborn. Geplant war ein Besuch im Computermuseum, wobei die Teilnehmer der zweiten Woche vor verschlossener Tür standen. Für die Teilnehmer der ersten Woche verlief nicht nur der Besuch im Museum, sondern auch die Besichtigung des Doms in Paderborn gut. Beim anschließenden Stadtbummel pilgerten fast alle ohne Zwischenstopp zum McDonalds. Gut gestärkt ging es dann wieder zurück zum Zeltplatz.

Bei einem so vollen Programm war natürlich die richtige Verpflegung sehr wichtig. Und die bekamen unsere Teilnehmer dank eines Küchenteams das aus Müttern, aktiven- und ehemaligen Leitern bestand. Sie sorgten bestens für Frühstück, Mittag- und Abendessen. Das Essen war so ausgewogen, reichhaltig und lecker, dass niemand einen Grund hatte sich zu beklagen was natürlich auch keiner tat. Auch die EMIs (Thomas Korfmann und Sabine Hübner) hatten nichts auszusetzen an der Arbeit der Leiter, die alles durchgeplant hatten oder/und an den Anwärtern, die sich um Nachtwache, Küchendienst etc. kümmerten.

Alles in allem kann man das Zeltlager 2004 als gelungen bezeichnen. Es wurde gesungen, gereimt, gelacht und geweint. Geküsst und geschlagen, gestritten und vertragen. Zelte auf/abgebaut und das Banner geklaut. Auch wurde getuschelt wer mit wem kuschelt. Geduscht, geschwommen, verloren und gewonnen. Die Toiletten geputzt und das (doch manchmal) schöne Wetter genutzt. Nieheim entdeckt und Klamotten verdreckt. Die Dorfjugend vergreult und am letzten Tag geheult. Nächstes Jahr geht’s wieder los denn diese Woche(n) war grandios!

 

 

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